Das Erleben von Schmerz ist eine grundlegende und unausweichliche Erfahrung unseres Lebens, das uns als wichtiges Signal dienen kann. Im Rahmen einer Chronifizierung verlieren Schmerzen diese oft recht
unmittelbare Schutzfunktion und gehen mit einer Reihe von typischen Veränderungen im Lebensraum der Betroffenen einher, mit denen wir uns in diesem Seminar beschäftigen werden. So werden wir etwa den Veränderungen der Beziehung zum eigenen Körper nachgehen und jener zu anderen Menschen sowie förderliche und hinderliche Aspekte im Kontakt mit dem medizinischen Versorgungssystems beleuchten. Vieles, was vor dem chronischen Schmerzerleben selbstverständlich war, erfordert nun einer Neuorganisation.
Die Bedeutung dieser Lebensraumveränderungen für die therapeutische Beziehung wird gemeinsam reflektiert. Das Seminar beinhaltet neben der Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen sowie den besonderen Erfordernissen der Beziehungs- und Therapiegestaltung auch das praktische
Erproben etwa von schmerz- bzw. körperbezogenen Interventionsformen.
Anrechenbar als Fortbildungsveranstaltung für eingetragene Psychotherapeut:innen gem. § 20 Abs. 3 PthG 2024 (im Ausmaß von 24 Einheiten) Fachseminar bzw. Wahlpflichtseminar anrechenbar auf das Pflichtprogramm im Rahmen der fachspezifischen Psychotherapieausbildung der ÖAGP.

Bernadette Lindorfer

Simone Bruckner