Herzlich willkommen!
Search

Der GTA-Vorstand lädt herzlich zur Teilnahme an der 24. Wissenschaftlichen Arbeitstagung der Gesellschaft zum Thema „Gestalt–Imagery–Action“ ein.

Die Konferenz findet am 16.-19. September 2026 an der Humboldt-Universität in Berlin statt. Die Humboldt-Universität ist die Nachfolgeeinrichtung der früheren Friedrich Wilhelm-Universität zu Berlin, in der sich das Psychologische Institut befand, das in den 1920er Jahren der Berliner Schule der Gestalttheorie ihren Namen gab. An diesem Ort (im Westflügel des im Krieg zerstörten Kaiserlichen Schlosses) fand die Blütezeit gemeinsamen Denkens, Forschens und Experimentierens statt.

Dank des Engagements von Prof. Sebastian Klotz vom Musik-, Medien- und Kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität, mit dem wir für diese kommende GTA-Tagung kooperieren, können wir nun 100 Jahre nach der Blütezeit den Blick multidisziplinär und international auf die inspirierenden gestalttheoretischen Anfänge und ebenso auf die aktuellen Entwicklungen richten. Das Thema der Tagung Gestalt – Imagery – Action bietet einen Rahmen für Beiträge aus allen Forschungs- und Anwendungsbereichen der Gestalttheorie.

Auf der Tagung soll es durchaus nicht um einen „verklärten Blick“ gehen, sondern um eine besondere Chance für Rückbesinnung und kritische Bestandsaufnahme der Gestalttheorie – und natürlich um Würdigung der damaligen Atmosphäre im Berliner Psychologischen Institut und in der Kultur der Weimarer Republik. Dass sich gerade daraus auch Impulse für die Weiterentwicklung unserer internationalen und multidisziplinären Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen gewinnen lassen, ist eine Hoffnung, die sich speziell mit dieser 24. GTA-Tagung verbindet. Nach mehreren großartigen Tagungen in anderen europäischen Ländern (2017 an der Kirchlich- Pädagogischen Hochschule Wien-Krems, 2019 an der Universität Warschau, 2022 an der Universität Triest und 2024 an der Universität Mailand-Bicocca) freuen wir uns, nächstes Jahr in Berlin zu Gast zu sein, in der Nachfolge-Institution der Friedrich-Wilhelms-Universität, die einst das legendäre Berliner Psychologische Institut beherbergte.

Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Forschungs- und Anwendungsbeiträge aus Ihrem Bereich sind uns willkommen. Wir freuen uns, wenn Sie den Tagungstermin jetzt schon notieren.

Weitere Einzelheiten über die Konferenz und das Programm finden Sie hier


Call for Papers –
24. Internationale GTA-Tagung: Gestalt – Imagery – Action, 16.-19.09.2026, Berlin

Wir laden Sie herzlich dazu ein, abstracts für wissenschaftliche Vorträge, eine Posterpräsentation oder Vorschläge für Panels für die 24. GTA Internationale Wissenschaftliche Konferenz einzureichen.

Wir laden ebenso herzlich dazu ein, Klangproben für ein Set von elektronischer Musik einzureichen, das während der Konferenz aufgeführt werden wird.

„Gestalt – Imagery – Action“ wendet sich strukturieren Ganzheiten, die phänomenal gegeben sind (Gestalten), multi-modalen Erfahrungen ohne direkten sinnlichen Input (Imagery im Sinne von mentalen Vorstellungen) and allen Formen von Handlung zu, die aus Gestalten und mental imagery hervorgehen können (Action). Von besonderem Interesse sind die Vermittlungen zwischen diesen Dimensionen.

In den 1920er Jahren wurden Gestalten als Prinzipien der Selbstorganisation im menschlichen Denken und Wahrnehmen, im Verhalten und in der physischen Welt diskutiert. Carl Stumpf und die Gründer der Berliner Schule der Gestalttheorie Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka entwickelten eine neue Theorie des Geistes. Diese Theorie war in der Psychologie und in wissenschaftlichen Weltvorstellungen verankert. Kurt Lewin entwickelte eine Gestalttheorie des Handelns. Der Wahrnehmungspsychologe Rudolf Arnheim übernahm die Gestalttheorie für die Kunst- und Bildwissenschaft.

Hundert Jahre nach dieser Blütephase der Gestalttheorie in Berlin möchte das Motto der Konferenz diese innovativen wissenschaftlichen Traditionen würdigen und sie mit aktuellen Forschungsparadigmen verbinden. Forschungen zu mentalen Vorstellungen, zu Kognition und Handlung und zur Ökologie der Wahrnehmung (Affordanz) beziehen sich auf Aspekte der Gestalttheorie, reflektieren aber nur selten die  ethischen und epistemologischen Grundlagen und die zugrunde liegenden Weltanschauungen.

Die Konferenz zielt darauf ab, sich kritische mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die in einem hochdynamischen Umfeld entfalten, angetrieben durch technologische, computergestützte und KI-Innovation. Diese Entwicklungen erschweren theoriegeleitete Ansätze zu mentalen Vorstellungen und Handlungen, die über technologischen Determinismus hinausgehen. Und sie laden dazu ein, die Relevanz von Gestaltkonzepten im Allgemeinen zu überdenken.

Die Konferenz möchte einen breiten Dialog mit aktuellen akademischen und künstlerischen Positionen anregen, wobei Beiträge als allen Bereichen der Gestaltforschung und -praxis willkommen sind. Sie möchte einen Raum für Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen schaffen, um sich in unterschiedlichen Formaten einzubringen. Die Konferenz lädt die interessierte Öffentlichkeit dazu ein, an einem Stadtspaziergang durch Berlin teilzunehmen.

Das Konferenzprogramm umfaßt keynote lectures, Panel-Diskussionen, Workshops, Posterpräsentationen, einen Besuch in historischen Klangarchiven, und eine easy listeningsession sowie ein Konzert. Wir planen auch einen geführten Spaziergang zu den historischen Stätten der Gestaltforschung in Berlin.

Die Konferenzsprachen sind deutsch und englisch.

Die Konferenz findet statt am Tieranatomischen Theater, am Institut für Musikwissenschaft der Humboldt- Universität (beide befinden sich in Berlin-Mitte) sowie an der BSP Business & Law School in Berlin Lankwitz.

Call for papers, posters and panels

Eingereichte abstracts sollten einen Umfang von 250 Wörtern (unter Verzicht auf Referenzen) nicht übersteigen. Die Frist ist der 31. März 2026. Dabei kann die Präferenz für einen Vortrag oder ein Poster angegeben werden.

Gruppen von Forscher*innen (4 bis 5 Teilnehmer*innen) können gemeinsam ein thematisches Panel beantragen (zeitlicher Umfang: 3 Stunden, inklusive Kaffeepause). Die Frist ist der 15. April 2026.

Die Entscheidungen über die eingereichten Vorträge, Poster und Panels wird im Mai 2026 bekanntgegeben.

Es sind Einreichungen aus allen Richtungen gestaltbasierter Forschung und Praxis willkommen. Die Konferenz umfaßt Konzepte und Anwendungen von „mentalen Vorstellungen“ und „Handlungen“ im weitesten Sinne, von Gedankenwandern, kinästhetischer und mulimodaler Vorstellung über Handlungsmodalitäten in der Gestalttheoretischen Psychotherapie und in der Morphologischer Psychologie ein.

Bestätigte keynotes aus folgenden Gebieten liegen vor: Musikkognition (Marc Leman, Gent), Musikalische Handlungstheorie (Peter M. Keller, Aarhus), Geschichte der Philosophie (Fiorenza Toccafondi, Parma), Geschichte der Psychologie (Mauro Antonelli, Mailand), Wissenschaftsphilosophie (Vincenzo Fano, Bologna) und Musikpsychologie (Liila Taruffi, Hong Kong).

Eingeladene Panels widmen sich folgenden Themen: Music and Mental Imagery, Experimentelle Phänomenologie, cross-modale Wahrnehmung, 100 Jahre Berliner Schule der Gestalttheorie, dem Erbe von Carl Stumpf, der Beziehung von Gestalttheoretischer Psychotherapie und Analytischer Intensivberatung.

Call for Sounds

Wir laden zur Einreichung von Klangproben von 5 min Länge ein. Die ausgewählten Künstler*innen können ein electronicaset von ca. 15min Länge während einer entspannten listeningsession gegen Ende des ersten Konferenztages (17. September) präsentieren. Die Klänge könnten als Inspirationsquelle den am Institut für Musikwissenschaft der Humboldt-Universität künstlerisch umgesetzten Text von Erich von Hornbostel wählen. Er trägt den Titel „Einheit der Sinne“ (1925).

Links zum Originaltext:
Archive.org, Gestalttheory.net

Die Frist für die Einreichung von Klangproben ist der 31. März 2026.
Bitte senden Sie Einreichungen an submissions@gta-conferences.net

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Organisationskomitee info@gta-conferences.net.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen (GTA): www.gestalttheory.net und spezifisch zur Konferenz hier