Seminarprogramm

Angesichts der Endlichkeit: Verzweiflung und Zuversicht

Datum: 26 Mai - 29 Mai
Kombiseminar

Leitung: Angelika Böhm, Bernadette Lindorfer, Gerhard Stemberger, Katharina Sternek
Ort: Zurndorf, Seminarhotel Friedrichshof
Teilnahmegebühr: € 508,- (für Nicht-ÖAGP-Mitglieder € 558,-)
Anmeldeschluss: 25.04.2022

Details :

Wir wollen uns in diesem Kombiseminar sowohl theoretisch als auch auf Basis unserer persönlichen und therapeutischen Erfahrungen mit dem zentralen Lebensthema der „Endlichkeit” beschäftigen.

Das Thema Endlichkeit umfasst ein breites Spektrum, an dessen einem Ende – soweit es die Endlichkeit des Lebens betrifft – der Tod steht. Endlichkeit umfasst jedoch nicht nur die Endlichkeit des Lebens an sich, sondern auch die Endlichkeit wesentlicher Vorgänge und Dinge im Leben, wie z.B.: die Endlichkeit einer bestimmten Lebensphase, einer Beziehung u.ä. So werden alle Menschen mehrmals im Laufe ihres Lebens mit der Tatsache der Endlichkeit konfrontiert. Die Begegnung mit der Endlichkeit kann Menschen ganz unverhofft treffen und sie auf tragische und traumatische Weise aus ihrem Alltagsverständnis herausreißen. Sie kann Menschen jedoch auch über lange Zeit begleiten. Endlichkeit ist aber nicht immer negativ und unerwünscht, sondern manchmal auch ersehnt und befreiend (man denke etwa an die Schulzeit, eine Gefängnisstrafe, etc.).

In vielen Fällen stellt die Konfrontation mit der Endlichkeit eine Herausforderung für Menschen dar, auf die in unterschiedlicher Weise geantwortet werden kann.

Das Kombiseminar besteht aus einem Theorieseminar und zwei anwendungsorientierten Fachseminaren zu jeweils 12 Ausbildungseinheiten, die im Ablauf ineinander verfl ochten und wechselseitig aufeinander bezogen werden. Der Inhalt der beiden Fachseminare kann den nachfolgenden Seminarbeschreibungen entnommen werden.

Das Kombiseminar wird insbesondere für den zweiten Abschnitt der Ausbildung empfohlen. Die Seminare können nicht einzeln, sondern nur in Kombination gebucht werden.

FS1: Die Erfahrung der Endlichkeit Die Tatsache der Endlichkeit unseres Lebens wird uns schon sehr früh bewusst und beschäftigt uns im Laufe unseres Lebens – insbesondere in Phasen von Übergängen – immer wieder. Sie stellt uns nicht nur vor die Aufgabe, mit den damit verbundenen Ungewissheiten und Ängsten einen Umgang zu fi nden, sondern konfrontiert uns letztendlich mit existentiellen Fragen über Leben, Tod und Sinn. Im Rahmen des Fachseminars werden wir uns mit unseren persönlichen Erfahrungen von Abschied, Trennung und Verlust auseinandersetzen, um ein tieferes Verständnis der damit verbundenen Schwierigkeiten und Ängste zu erlangen. Wir werden dabei auch unsere Erfahrungen darüber, was als hilfreich und unterstützend erlebt wurde teilen, um ihr Potential im Hinblick auf konstruktive Möglichkeiten der Bewältigung gemeinsam zu refl ektieren.

FS2: Abschied und Neubeginn. Die Gestaltung des Übergangs – Kulturelle und therapeutische Formen der Unterstützung von Bewältigung Während im FS 1 die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen von Verlust und Endlichkeit und deren Bewältigung im Vordergrund stehen, wollen wir uns in diesem Seminarteil mit verschiedenen Möglichkeiten und Methoden, die Menschen bzw. Gemeinschaften zur Unterstützung und zur Bewältigung von Abschied und Neubeginn entwickelt haben, beschäftigen. Es kommen dabei sowohl kulturelle Praktiken, wie z.B. Abschieds- und Trauerrituale, als auch Ansätze und Methoden aus dem Feld der Psychotherapie zur Sprache. Im Wechsel von Input, Gruppenarbeit und Erprobung gehen wir dabei der Frage nach, was wir als gestalttheoretische Psychotherapeut*innen davon aufgreifen und ableiten können und welche Interventionen und Arbeitsweisen für unsere therapeutische Praxis hilfreich sein können, um Betroffene zu unterstützen.

Hinweise für die Anmeldung

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